Die Geschichte des Rodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback hat die Wurzeln in Afrika

Geschichte des Rhodesian Ridgebacks

Rodesian Ridgeback, ist ein südafrikanischer Löwenhund. Der Name setzt sich aus dem ersten Zuchtgebiet – Rodesian ( Zimbabwe) und dem Ridgeback – Rückenkamm zusammen. Der Ridge hat entlang seines Rückens einen auffallenden abstehenden schmalen Haarkamm.

Im Rhodesian Ridgeback lebt nach alter afrikanischer Legende ein Tropfen Löwenblut. Wer sich für solch einen Hund entscheidet, der teilt sein Leben mit einem Hund der afrikanische Geschichte in sich trägt. Denn der Ridged Dog war im Herzen von Afrika zuhause. Wildnis und Steppe, jagen und gejagt werden, überleben und kämpfen.

Erstmalig tauchen hyänenartige, treue Hunde im 15. Jahrhundert auf, als sie an Portugiesischen Handelschiffen die Ratten unter Kontrolle hielten. Mit der Kolonialisierung der Holländer im 17. Jahrhundert geht man die Vermutung ein, das sich die Ridge Dogs mit europäischen Hunden vermischten. Die Geschichte erzählt von Ridge Dogs die tagelang im afrikanischen Busch überlebt haben, obwohl sie bereits domestiziert waren. Selbst die afrikanische Zulu Stämme waren von dem Mut der Hunde mit den vom Rücken abstehenden Haarbüschel beeindruckt.

Etwas um das 18 Jahrhundert fanden die ersten geplanten Kreuzungen zwischen afrikanischen und europäischen Hunden statt.

Diese neuen euro-afrikanischen Kreuzungen erhielten Bezeichnungen wie: Maahard, Vuilbard, aufgrund ihres merkwürdigen Rückenkamms. Sie waren zu dieser Zeit die treuen Begleiter der Buren, die unter den Druck Englands stets weiter ziehen mussten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, genau genommen um 1888 entstand der burische Freistaat Rhodesien (heute Zimbabwe), der durch einen Vertrag mit König Lobengula und Cecil Rhodes zustande kam.
Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche Lithographien, die die Buren mit ihren eindruckvollen Hunden zeigten.

Kurze Zeit später entstand die Großwildjagd. Auf diesen waren die Jäger meistens mit 2 oder drei Hunden zusammen unterwegs. Die spektakuläre Löwen Jagd machte dem Ridge alle Ehre. Dank seiner unglaublichen Ausdauer, Beweglichkeit und seines Geschicks war er in der Lage den großen Pranken eines Löwen auszuweichen und ihn zu stellen. Die Ridgebacks eines Jägers hielten den Löwen solange in Schach, bis er ein freies Schussfeld hatte. Bald bekam die Rasse den Beinamen Lion Dog – Löwenhund. Man wollte diese beeindruckenden Hunde noch intelligenter und wendiger machen, und ihnen zu einer besseren Witterung zu verhelfen. So versuchte man den Ridge zu verbessern, durch das einzukreuzen verschiedener europäische Hunderassen.

Zwei Rhodesian Ridgebacks

1922 wurden die ersten Richtlinien zu einer unabhängigen afrikanischen Hunderasse niedergeschrieben.

Afrikanische Hunderasse

Der Lion Dog oder Ridgback sollte die Körperstruktur und Winkelungen eines Dalmatiners entsprechen. Die Farbe des Fells Rot und Weizentöne sollen an die Steppen Afrikas erinnern. Der moderne Rodesiean Ridgeback war geboren. Ein Starker, stolzer Hund, der sich seinen harten Lebensbedingungen in Afrika bestens angepasst hat. Der Ridgeback wurde nun nicht nur zur Jagd benutzt, sondern wird bis heute als Wächter auf den Tabakplantagen eingesetzt, um sie vor unliebsame Besucher zu schützen. In Malawi ist der Tabak Anbau schließlich eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter.

Der Ridgeback eignet sich im Sportbereich als: Fährtenhund, Agilityhund, Begleit oder Sanitätshund.
Durch die hervorragenden Eigenschaften als Schutzhund mit einer extrem hohen Toleranz Grenze und seine Gutmütigkeit, machen den Rodesian Ridgeback zu einem fantastischen Familienhund. Auch bei kleinen Kindern bleibt er stets gelassen.
Seit 1984 findet alle vier Jahre ein Ridgeback Worldkongress statt.

Inzwischen erfolgten einige Änderungen in den Standards, die aber am 10.12.1996 als heute gültige, beim FCI unter der FC Nr. 146, eingetragen ist.