Afrikanischer Löwenhund - Rhodesian Ridgeback


Der Rhodesian Ridgeback ist ein Jagd- und Wachhund, der aus dem südlichen Afrika stammt. Er ist die einzige anerkannte Hunderasse aus diesem Teil Afrikas. Die Vorfahren des Rhodesian Ridgeback wurden erstmals im späten 15. Jahrhundert in Berichten der Portugiesen erwähnt. Als einzige Haustiere des Stammes der Hottentotten wurden sie als Wachhund und für die Jagd auf Wild, insbesondere auf Löwen, eingesetzt. Dabei hetzten diese Hunde den Löwen so lange, bis die Hottentotten ihn mit einfachen Waffen erlegen konnten. Die Europäer in den Kolonien des südlichen Afrikas erkannten die hervorragenden Eigenschaften des Hottentotten-Ridgeback als Jagd- und Wachhund. Sie begannen Züchtungen indem der Hottentottenhund unter anderem mit englischen Bloodhounds und Sloughis gekreuzt wurde. Das Ergebnis dieser Züchtungen ist die Rasse Rhodesian Ridgeback. Der Name des Rhodesian Ridgeback ist aus dem Abstammungsgebiet des Hundes (Rhodesien) und dem charakteristischsten Merkmal, dem Ridge, entstanden. Der Ridge befindet sich beim Rhodesian Ridgeback auf dem Rücken und wird auch als Rückenkamm bezeichnet. Auf dem Ridge wachsen die Haare entgegen der natürlichen Wuchsrichtung der anderen Haare des Körpers.

Ein männlicher Rhodesian Ridgeback hat eine Widerristhöhe zwischen 63 Zentimeter und 69 Zentimeter, ein weiblicher zwischen 61 Zentimeter und 66 Zentimeter. Das Gewicht der Rüden liegt bei etwa 36,5 Kilogramm, die Hündinnen wiegen etwa 32 Kilogramm. Das kurze, dichte und glatte Fell hat eine helle bis rote Weizenfarbe. Einige Rhodesian Ridgeback haben eine schwarze Schnauze und dunkle Ohren. Rhodesian Ridgeback haben einen muskulösen, harmonischen und eleganten Körperbau mit einem relativ langen Hals und dicht am Kopf anliegenden, hoch gesetzten Ohren. Ein Rhodesian Ridgeback trägt eine leicht gebogene, mäßig lange Rute (Schwanz).

Der Charakter des Rhodesian Ridgeback wird als „würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu" (FCI-Standard) beschrieben. Diese Hunderasse verfügt über einen hervorragenden Geruchs- und Spürsinn sowie über eine ausgeprägte Nervenstärke und eine hohe Sensitivität für Gefahr. Rhodesian Ridgeback gelten als spätreif, das heißt, dass diese Hunde erst im Alter von zwei bis drei Jahren körperlich und seelisch voll entwickelt sind. Rhodesian Ridgeback sind jedoch sehr lange lernfähig.

Rhodesian Ridgeback werden als Jagd- und Wachhunde eingesetzt. Sie sind ebenfalls als Such- und Rettungshunde geeignet.

Rhodesian Ridgeback sollten auf keinen Fall im Zwinger gehalten werden, diese Hunde benötigen einen „Familienanschluss“ und einen täglichen Umgang mit ihrer Familie. Rhodesian Ridgeback sind sehr gelassene Hunde mit einer hohen Reizschwelle, diese Eigenschaft qualifiziert sie besonders als Familienhund.

In Deutschland werden Rhodesian Ridgeback seit den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundert gezielt gezüchtet. Sie sind in Deutschland nicht als Jagdgebrauchshundrasse anerkannt. Der Rhodesian Ridgeback gilt nicht als vermeintlich gefährlicher Hund.

Die Lebenserwartung des Rhodesian Ridgeback liegt bei etwa zwölf Jahren.


Zur Rassebeschreibung - Zur Geschichte des Rhodesian Ridgeback - Wesen des Rhodesian Ridgeback -